Mikulov

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BeispielbildAm Nordrand von Mikulov erhebt sich der Kalkgipfel des Turold (385 m ü. M.). In der Wand eines früheren Steinbruchs befindet sich der Zugang zur unterirdischen Karstwelt der Turold-Höhle. Bereits 1873 wurde hier ein Kalksteinbruch eröffnet, der bis 1937 in Betrieb blieb. Beim Abbau, dem leider ein großer Teil der Jurakalke zum Opfer fiel, wurde ein verzweigtes Höhlensystem freigelegt, das sich hier vor 15 Millionen Jahren zu entwickeln begonnen hatte. Seit 1951 wurden weitere Gänge und Dome auf mehreren Ebenen und mit einer Gesamtlänge von rund 1 km entdeckt. Es finden sich hier unterirdische Seen und vor allem ein ungewöhnlicher Schmuck in Form von Sinterablagerungen, die an den Wänden wie zu Stein erstarrter Schaum wirken. Andernorts sind die Wände und Decken der Höhle mit Kristallen und Kristallbüscheln aus Calcit bedeckt. Die tiefer gelegenen Räume stehen regelmäßig unter Wasser. Tropfsteine kommen hier kaum vor.

Die Turold-Höhle stellt eines der bedeutendsten Winterquartiere für Fledermäuse in Tschechien dar, vor allem für die extrem bedrohte Kleine Hufeisennase. Weitere regelmäßig (wenngleich nicht in Kolonien) hier überwinternde Arten sind das Große Mausohr, die Wimperfledermaus und die Fransenfledermaus. In der Nähe der Höhle befindet sich auch ein Geopark. 

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