Der Glockenturm

Im Jahre 1631 ist auf dem Rücken des Heiligen Berges ein selbständiges Bauwerk, der Glockenturm, die so genannte Campanile entstanden. Wenn das Wetter stimmt, ist der wunderbare Klang der Glocken im Umkreis von 20 km um Mikulov vernehmbar.

Dieser war zunächst mit einer einzigen, großen Glocke, mit der St. Sebastianglocke ausgestattet. Bald darauf kam eine kleinere Glocke, die sog. St. Annaglocke hinzu. Bereits im Jahre 1663 erlitt der Glockenturm die ersten Feuerschäden, die im Jahre 1669 behoben wurden. Im Jahre 1767 brannte der Glockenturm nach Blitzeinschlag erneut aus, und zwar so, dass beide Glocken in der Brandhitze schmolzen. Im Jahre 1768 wurde er mit einer neuen, mächtigen Glocke versehen, die aus einer alten geschmolzenen gegossen worden war. Sie ist insgesamt 4360 kg schwer, hat einen Durchmesser von 185 cm, ist 165 cm hoch, und um sie in Bewegung zu setzen, bedarf es der Anstrengung von 4 Glöcknern. Diese Glocke hat alle Beschädigungen und Nöte des Bauwerks überdauert und wird bis heute, vor allem zum feierlichen Läuten genutzt.

Nach der Entweihung der St. Sebastiankapelle sowie der Kreuzweghäuschen im Jahre 1786 hat nur noch der Glockenturm seinem ursprünglichen Zweck gedient und wurde im Jahre 1865 bei der Sanierung des gesamten Kreuzweges renoviert. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Interesse an der Kreuzweganlage nach und nach verloren. Schließlich degradierte der Glockenturm für lange Zeit zu einem Beobachtungsposten des Grenzschutzes. Dies änderte sich erst im Jahre 1989.

Die letzte Instandsetzung des Glockenturms fand im Jahre 1991 statt, nachdem ein Frühlingssturm einen großen Teil der Dacheindeckung abgetragen hatte, sodass man sich noch in diesem Jahr daran machte, die Dacheindeckung ganz auszutauschen, und, um das Gerüst zu nutzen, wurde auch der Außenputz erneuert.



Realisiert im Rahmen des Projekts „Werbe- und Medienkampagne zur Förderung des Kongreß-, Geschäfts- und Incentive-Tourismus in Mikulov“. Dieses Projekt wird kofinanziert durch die Europäische Union und den Landesbezirk Südmähren.