Rettung der Kreuzwegkapellen auf dem Heiligen Berg in Mikulov
Die auf dem Gipfel des Heiligen Berges stehenden Objekte sind relativ stark dem Wetter ausgesetzt, sodass in den letzten sechzig Jahren kaum ein Jahr verging, in dem auf dem Heiligen Berg nicht wenigstens geringfügige Instandsetzungen erfolgt wären. Nun bedarf wieder der Kreuzweg einer Sanierung, ohne die dieses prächtige Wahrzeichen für die nachfolgenden Generationen nicht erhalten bleibt.
Obwohl zuletzt in den Jahren 1990-1997 saniert, ist der Kreuzweg erneut sanierungsbedürftig. Jedoch sind die Instandsetzungsarbeiten an diesem einmaligen Denkmal so aufwendig, dass die Stadt Mikulov beschloss, sich an der Vorbereitung der Kreuzwegsanierung zu beteiligen.
Im Jahre 2009 wurde in Zusammenarbeit mit der Kirche ein umfassendes Projekt zur Kreuzwegsanierung erarbeitet. Als das Ausmaß der erforderlichen Arbeiten bekannt wurde, hat die Stadt Mikulov EU-Fonds um Förderungen ersucht, leider ohne Erfolg. Aus der Not wurde die Idee geboren, einzelne Kreuzwegkapellen zu „adoptieren“, bzw. ihre Sanierung zu schenken. Des Projektes zur Rettung der Kreuzwegkapellen auf dem Heiligen Berg in Mikulov hat sich der Nikolsburger Bürgermeister Rostislav Koštial persönlich angenommen. Dieser hat sich entschlossen, mit Nachdruck an die breite Öffentlichkeit zu appellieren, zur Instandsetzung der Kreuzwegkapellen auf dem Heiligen Berg beizutragen. Einige Kreuzwegkapellen wurden schon von örtlichen Unternehmern und Stadtpatrioten „adoptiert“ und können instand gesetzt werden.
Mit der Rettung der Kreuzwegkapellen auf dem Heiligen Berg möchte man nicht nur die jeweiligen Objekte baulich erneuern, sondern auch die Verzierung der Kapellen restaurieren, sofern sie erhalten geblieben ist, bzw. sie dort ergänzen, wo sie heute fehlt. Allmählich kommt die Erneuerung der einzelnen Stationen ins Rollen.
Im Juni 2011 fand im Rahmen des Projektes eine Benefizversteigerung statt, für die Adam Kubíček, der Sohn des Brünner Malers und Grafikers Jánuš Kubíček ein Bild seines Vaters mit dem Titel „Der Blick auf Mikulov“ gewidmet hatte.
Die Stadt Mikulov und die anderen Subjekte sind bemüht, den Kreuzweg wieder im ursprünglichen Glanz erstrahlen zu lassen, wie es der älteste erhalten gebliebene Kreuzweg der Länder Tschechiens ganz bestimmt verdient.
