Mikulov

Sedlec u Mikulova

Die Gemeinde existierte vermutlich bereits seit dem 13. Jahrhundert. Seit 1332 war Sedlec Teil der Mikulover Domäne der Familie Liechtenstein. Dieses Gebiet stand immer im Mittelpunkt nicht nur des kulturellen, sondern auch des politischen Geschehens, was allerdings ständige militärische Auseinandersetzungen und Kriegsplünderungen mit sich brachte. Die Geschichte der Gemeinde Sedlec ist mit den Eigentümern der Mikulover Domäne, also mi den Häusern Liechtenstein und Dietrichstein, aber auch mit den Eigentümern der benachbarten Herrschaft Steinebrunn, mit der Familie Fünfkirchen untrennbar verbunden.

Web-Seite der Gemeinde Sedlec u Mikulova

Sankt Veit Kirche

Die ursprüngliche kleine Kirche wurde 1424 während des Zugs von Hussiten durch Südmähren niedergebrannt, später renoviert und gegen Mitte des 16. Jahrhunderts im Spätbarockstil umgebaut. Im Jahre 1620 wurde die Kirche erneut von der ungarischen Armee von Gabriel Bethlen zerstört. Nach einem Barockumbau wurde sie im Jahre 1672 heiligem Veit geweiht.

Zwei Statuen des Heiligen Johannes Nepomuk

Es wird vermutet, dass die zwei Statuen des Heiligen Johannes Nepomuk ursprünglich die Gemeinde von östlicher und westlicher Richtung beschützen sollten. Die erste Statue steht am Weg von Sedlec bei Mikulov zur Portz-Mühle, und die zweite befindet sich vor der Kirche.

Schwefelbad

Die Geschichte des hiesigen Schwefelbades begann bereits im Jahre 1362. Schwefelhaltiges Mineralwasser heilte eine Reihe von Krankheiten, zum Beispiel Rheumatismus, Hautkrankheiten und Neuralgien. Seine Blütezeit begann im Jahre 1669, als Ferdinand Dietrichstein ein fast wüstes Haus mit der Heilquelle gekauft und hier das erste Kurhaus errichtet hat. Im Jahre 1782 ließ es Karel Maximilian Dietrichstein niederreißen, und an seiner Stelle errichtete er einen modernen Heilkomplex im Baustil des Barocks, den jedes Jahr bis zu 1.000 Kurgäste aus Mähren und Niederösterreich besuchten. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Kurhaus geschlossen. Die Heilquelle in Sedlec bei Mikulov ist ein wertvolles Geschenk der Natur, und das Schwefelbad wartet nach wie vor auf seinen neuen Wiederhersteller.

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