Mikulov

Startseite > Fremdenverkehr > Denkmäler und Besichtigungsziele > Sehenswürdigkeiten der jüdischen Gemeinde

Sehenswürdigkeiten der jüdischen Gemeinde

Ein unmittelbar an den Schlossberg angrenzender Stadtteil von Mikulov war seit Mitte des 15. Jahrhunderts von der jüdischen Bevölkerung bewohnt und entwickelte sich allmählich zu einem ausgedehnten jüdischen Ghetto, dessen Kern die heutigen Straßen Husova, Alfons Mucha und Brněnská bildeten.



Geschichte des jüdischen Viertels

Geschichte des jüdischen Viertels

Hier blieben trotz umfangreichen Abbrucharbeiten in der Vergangenheit zahlreiche, ehemals jüdische Häuser erhalten, die sogar aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammen, d.h. aus einer Zeit, in der die ersten Steinhäuser gebaut wurden. Da viele von ihnen die für die jüdischen Häuser typischen architektonischen Elemente enthalten, wurde die Hälfte der noch stehenden Gebäude (45) für unbewegliches Kulturdenkmal erklärt.

Lehrpfad durch das jüdische Viertel

Lehrpfad durch das jüdische Viertel

Auf dem ungefähr einen Kilometer langen Lehrpfad durch das jüdische Viertel befinden sich insgesamt 14 Stationen. 13 Häuser des ehemaligen jüdischen Ghettos sind gekennzeichnet und detailliert beschrieben. Der Lehrpfad führt durch das Stadtzentrum und ist an Wanderwege angeschlossen.

Synagoge

Synagoge

Die einzige heute noch in Mähren erhaltene Synagoge des sog. polnischen Typs, deren Kern aus der Mitte des 16 Jahrhunderts datiert, verdankt ihr heutiges Aussehen einem grundlegenden Umbau im barocken Stil nach dem Brand im Jahre 1719. Federführend war der damalige Dietrichsteiner Architekt J. Ch. Oedtl, der auch den Schlossumbau leitete.

Jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof

Der geräumige Mikulover Friedhof gehört zu den bei uns bedeutendsten Denkmälern dieser Art. Die ersten Begräbnisse fanden hier nach der Gründung der örtlichen jüdischen Gemeinde bereits irgendwann um die Mitte des 15. Jahrhunderts statt. Der älteste heute noch erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahre 1605.

Mikwe - jüdisches Bad

Mikwe - jüdisches Bad

Dort, wo es früher einmal den Badplatz gab, wurde neuerdings eine mittelalterliche Mikwe entdeckt, ein Bad der orthodoxen Juden zu einer symbolischen rituellen Reinigung, die von ihnen vor dem Sabbat oder vor einem Feiertag, bei Frauen außerdem nach der Menstruation, vor der Hochzeit und nach einer Geburt vollzogen wurde.