Mikulov

Thayavölker

"Das heutige Thayatal hat zum großen Teil seine traditionelle Bevölkerung verloren. Anstelle der vertriebenen kamen und kommen hierher noch immer Menschen aus verschiedenen Winkeln der Welt, alle erst vor kurzem, vor ein paar Jahrzehnten, vor ein paar Jahren oder letzte Woche. Niemand von ihnen kann behaupten, hier mehr als der andere zu Hause zu sein. Entweder sind hier alle zu Hause oder niemand."

"Das Thayatal allgemein und Mikulov im besonderen waren in der Vergangenheit immer ein Ort, wo viele seltene Arten zum Wohle aller gediehen. Es läßt sich hoffen, daß dieses örtliche Spezifikum überdauert hat, daß Großzügigkeit, Toleranz und Freude an der Vielfalt hier ihren Ursprung in der Region selbst haben, daß die früheren Bewohner sie nicht mit sich genommen haben.”

BeispielbildAusgehend von diesem Gedanken entstand im Jahr 1999 der Verein Thayavölker, und er gedeiht zum Wohle aller. Seit 2000 veranstaltet er jeden Sommer in Mikulov das Kulturfest der Thayavölker, wo alle hier lebenden Nationalitäten die Gelegenheit haben, ihre musikalischen, tänzerischen, theatralischen und kulinarischen Schöpfungen vorzustellen. Das Festival beginnt am Freitag mit der Vernissage einer Kunstausstellung und einer Schau von Folkloreensembles unter dem Titel „Nachbarn“. Am Samstag ist dann der Stadtplatz von Mikulov voll mit Ständen, an denen die Völker ihre Kochkünste vorführen, und es gibt den ganzen Tag über ein buntes Programm, bei dem sich mehr oder weniger bekannte Künstler abwechseln, die hier ihre neue Heimat suchen oder bereits gefunden haben. Das Festival endet am Sonntag mit einem „Permanent Breakfast“ im öffentlichen Raum und dem Musikprogramm „Begegnung der Städte“.

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