Mikulov

Thayavölker

"Das heutige Thayatal hat zum großen Teil seine traditionelle Bevölkerung verloren. Anstelle der vertriebenen kamen und kommen hierher noch immer Menschen aus verschiedenen Winkeln der Welt, alle erst vor kurzem, vor ein paar Jahrzehnten, vor ein paar Jahren oder letzte Woche. Niemand von ihnen kann behaupten, hier mehr als der andere zu Hause zu sein. Entweder sind hier alle zu Hause oder niemand."

"Das Thayatal allgemein und Mikulov im besonderen waren in der Vergangenheit immer ein Ort, wo viele seltene Arten zum Wohle aller gediehen. Es läßt sich hoffen, daß dieses örtliche Spezifikum überdauert hat, daß Großzügigkeit, Toleranz und Freude an der Vielfalt hier ihren Ursprung in der Region selbst haben, daß die früheren Bewohner sie nicht mit sich genommen haben.”

BeispielbildAusgehend von diesem Gedanken entstand im Jahr 1999 der Verein Thayavölker, und er gedeiht zum Wohle aller. Seit 2000 veranstaltet er jeden Sommer in Mikulov das Kulturfest der Thayavölker, wo alle hier lebenden Nationalitäten die Gelegenheit haben, ihre musikalischen, tänzerischen, theatralischen und kulinarischen Schöpfungen vorzustellen. Das Festival beginnt am Freitag mit der Vernissage einer Kunstausstellung und einer Schau von Folkloreensembles unter dem Titel „Nachbarn“. Am Samstag ist dann der Stadtplatz von Mikulov voll mit Ständen, an denen die Völker ihre Kochkünste vorführen, und es gibt den ganzen Tag über ein buntes Programm, bei dem sich mehr oder weniger bekannte Künstler abwechseln, die hier ihre neue Heimat suchen oder bereits gefunden haben. Das Festival endet am Sonntag mit einem „Permanent Breakfast“ im öffentlichen Raum und dem Musikprogramm „Begegnung der Städte“.

Dieses Jahr gab es hier zum Beispiel Krautsuppe von den Goralen, slowakische Haluschken oder walachische Teigfladen zu probieren, dazu russische Piroggen, Spezialitäten aus Kelč, Wiener Schnitzel und Cocktails, Bohnensuppe aus der Westslowakei, armenisches Schaschlik, mährische Kolatschen, serbische Ražnjići, ungarische Fleischrouladen, italienische Spaghetti, gegrilltes Lamm vom Balkan, Goja der Roma, Pljeskavica aus der Vojvodina, englische Sandwiches, Gebäck von den unterschiedlichsten Völkern aus dem Asylbewerberheim in Zastávka u Brna und selbstverständlich auch böhmische und mährische Spezialitäten. Auf dem Podium präsentierten sich das kroatische Folkloreensemble Pálavánek, die jüdische Tanzgruppe Rut, das Roma-Trio Tři Hrnce, das bulgarische Tanzensemble Pirin, die Roma-Jazzkapelle Rosen Trio, die armenischen Sänger Samvel und Stepan Melikjan, June Rowen mit weltbekannten Evergreens, die Wiener Balkanband Bratfisch, das Gitarrenduo The Black & White, die Gruppe Újezd mit Liedern aus dem Osten, das Romenstudio Mikulov, die Gruppen Tiferet und Činna mit jüdischen Liedern, Männer- und Frauenchöre aus Březí, Dolní Dunajovice und Pohořelice, Musiker der unterschiedlichsten ethnischen Herkunft aus dem Asylbewerberheim Zastávka u Brna und weitere.

Sie sind herzlich willkommen!

Přemysl Janýr, Wien
Stellvertretender Vorsitzender des Vereins Thayavölker

Kontakt

  • Mgr. Jan Richter – Vorsitzender des Vereins
  • Kostelní nám. 4
  • 692 01 Mikulov
  • tel.: +420 519 510156

Kulturreferat

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+420 519 324 922

E-mail: kultura@mikulov.cz

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