jüdisches Tauchbad

Mikwe - jüdisches Bad

Dort, wo es früher einmal den Badplatz gab, wurde neuerdings eine mittelalterliche Mikwe entdeckt, ein Bad der orthodoxen Juden zu einer symbolischen rituellen Reinigung, die von ihnen vor dem Sabbat oder vor einem Feiertag, bei Frauen außerdem nach der Menstruation, vor der Hochzeit und nach einer Geburt vollzogen wurde.

Die Mikwe ist schon in der Tora, im Alten Testament beschrieben. Für ihre Errichtung galten gewisse Gesetzmäßigkeiten, sodass sie, wie alt auch immer, ungefähr gleich aussieht, sei sie eine Ausgrabung aus biblischer Zeit, ein seltenes, in Europa erhalten gebliebenes, mittelalterliches Bad oder eine moderne Einrichtung.



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Grundinformation

Preis

frei zugänglich

Öffnungszeit

MIKVE entspricht den Öffnungszeiten der Synagoge:

April, Oktober, November: Fr-So, 9.00-12.00, 13.00-16.00

Mai, Juni, September: Di-So, 9.00-12.00, 13.00-17.00

Juli und August: Mo-So, 9.00-12.00, 13.00-18.00

Der jüdische Friedhof kann außerhalb der Besuchszeiten geöffnet werden, jedoch nur nach vorheriger Absprache (mindestens 2 Tage im Voraus) per E-Mail: info@zidovskyhrbitovmikulov.cz oder telefonisch (+420 731 484 500).

Begleiter

NEIN

Mikwe ist grundsätzlich ein gemauertes, würfelförmiges Becken im Keller- oder Erdgeschoss eines Hauses im Synagogenviertel. Den Beckengrund erreicht man in der Regel über eine kleine Treppe mit 5-7 Stufen. Im Becken muss reines Naturwasser sein, es muss einen Zufluss und einen Abfluss geben, und das Becken muss so tief sein, dass ein Erwachsener darin voll untertauchen kann. Das rituelle Bad ist eine feste Einrichtung, von der es in jeder jüdischen Gemeinde Mährens zumindest eine, in größeren Ghettos sogar mehrere geben musste. In Mikulov wurde die Mikwe zufällig entdeckt, als die vor einem Neubau im Denkmalschutzgebiet vorgeschriebene, archäologische Erkundung erfolgte.
Das Bad wurde im Keller eines Wohnhauses gefunden. Es war komplett erhalten, lediglich unter einer eingestürzten Decke verschüttet. Sein Alter wird auf 300 Jahre geschätzt. Es dürfte somit irgendwann im 17. Jahrhundert entstanden sein.
Dank den Aktivitäten der Freunde jüdischer Kultur in Mikulov wurde die Mikwe konserviert. Die eigentliche Renovierung wurde von der Stadt Mikulov übernommen. Sie machte die Mikwe der Öffentlichkeit zugänglich, indem sie den Vorkeller sowie die Mikwe selbst instand setzen und in die genannten Kellerräume einen neuen Eingang errichten ließ.

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